La Réunion

Willkommen im Paradies

Mein Engagement wurde belohnt….durch die Teilnahme an einer internen Onlineschulung des Fremdenverkehrsamt der Insel durfte ich im Dezember 2012 das für mich schönste Fleckchen Erde kennenlernen.

Mit meinen Mitstreitern ging es am 06.12.2012 von Frankfurt über Paris auf zum Indischen Ozean… 'La Réunion' - erlebe das Unerwartete' eine unvergessliche Inforeise lag vor uns.

Nach dem insgesamt fast 12-stündigen Flug (Air Austral auf der Langstrecke lässt keine Wünsche offen, selbst im Economy Bereich hatten wir einen sehr komfortablen Sitzabstand und modernste Bordunterhaltung mit platzeigenen Monitor…ganz zu schweigen von der vorzüglichen Bordgastronomie und - service!!) hatten wir am nächsten Morgen den Minikontinent erreicht.

Die Insel liegt knapp 700 km östlich von Madagaskar und gehört mit dem 200 km entfernten Mauritius sowie Rodrigues zu den Maskarenen, einer Inselgruppe, die 1511 von Pedro Mascarenhas entdeckt wurde.

Das Klima auf Réunion ist tropisch-sommerfeucht, mit einer Regenzeit in den Monaten Dezember bis März. Es gibt auf der Insel sehr verschiedene Mikroklimata. Die Ostküste ist sehr regenreich, die Westküste weist teilweise  Steppenklima auf.
Wir hatten in den 6 Tagen auf der Insel nur einen Regenschauer und trotzdem alle Klimazonen durchfahren. Für uns war dieser Reisemonat perfekt, vor allem um dem kalten Winter in Deutschland entfliehen und um richtig Sonne und Kraft tanken zu können.

Allerdings sollte für einen dortigen Aufenthalt sicherlich mehr als 6 Nächte geplant werden, da Sie hier tolle Wanderungen(mit Führern) oder auf eigene Faust unternehmen können.
Desweiteren kommen Wassersportfans und Outdoor-Aktivisten voll auf Ihre Kosten.
Wer lieber den ganzen Tag am Meer/Strand verbringen möchte sollte vielleicht eine Badeverlängerung auf Mauritius einplanen, da hier die Strände viel schöner sein sollen, aber  landschaftlich sicherlich nicht soviel bieten kann wie hier.

Wir hatten die 1. Übernachtung in dem 5* Lux Resort(St. Gilles-Les-Bains).
Direkte Strandlage, einzigartiges Konzept und bedingungslos zu empfehlen. Geräumige Zimmer, sehr gutes Essen und schneller Transfer zum Hotel. In der näheren Umgebung befindet sich auch ein Supermarkt/Marktstände und der grosse Markt in St. Pauls ist in wenigen Fahrminuten erreichbar. Hier findet man alles….von Taschen, Blumen, Obst, Gemüse, Schmuck, Gewürze bis hin zum beliebtesten Mitbringsel der Vanille.
Am Abend wurde sogar eine Hochzeit im Hotel gefeiert…für Honeymooner ein Paradies!

Am nächsten Tag ging es für uns Abenteurer auf den 2190 m hoch gelegenen Aussichtspunkt  Piton Maïdo. Von hier hat man einen wunderschönen Ausblick in den Talkessel(Mafate) mit seinen scheinbar unerreichbaren Dörfchen.

Ein paar Tage später kamen wir in den Genuss mit einem Ultraleichtflugzeug diesen Talkessel zu überfliegen….ein einmalig schönes und aufregendes Erlebnis, das vor Ort schon für ca. 60.- Euro gebucht werden kann! Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen ;-)

Ein weiteres Ausflugsziel der nächsten Tage ist die Fahrt zum ‚Piton de la Fournaise'(zu Deutsch: Schmelzofen), der immer noch aktive Vulkan der Insel.

Die Fahrt von unserem Ausgangshotel 'Le Saint Alexis & Spa'(wunderschönes persönliches 4* Hotel mit toller Poolanlage und lecker Essen) dorthin dauert ca. 2,5h.
Wir passieren Dörfer in denen christliche Kirchen, islamische Minarette und hinduistische Tempel nebeneinander stehen. Die Menschen hier leben friedlich und ohne Schwierigkeiten miteinander und haben oft sogar 2 Konfessionen gleichzeitig.
Auf der Höhe von etwa 2000 Metern bietet uns auf der einen Seite eine einzigartige Sicht über die Hochebene 'La plaine de cafres'(Ungläubigen) und auf der anderen Seite geht es tausend Meter tief in das Tal des Flusses 'Rempart'.
Nur ca. 200 Höhenmeter weiter ändert sich die Vegetation schlagartig. Wir sind angekommen in der Ebene 'La plaine de sable'(Sand)….wow eine Mondlandschaft aus Sand liegt vor uns am Ende der erhabene Vulkan….uns fehlen die Worte.
  
Anschliessend sind wir zur Stärkung in ein einheimisches Lokal gefahren(man sollte unbedingt mal Abseits der Touristenpfade Essen gehen….selten so gute Hausmannskost genossen!) um nicht auf nüchternen Magen die 400 Kurven bis Cilaos(2.Talkessel) fahren zu müssen. Von dort kommt auch das sehr leckere Trinkwasser und wenn man erstmal diese reine Bergluft geschnuppert hat weiss man das noch mehr zu schätzen.

Von hier aus hat man einen sagenhaften Ausblick ins Tal und der Ort macht seinem Namen(Cilaos: ‚Die Stadt, die man nie verlässt') alle Ehre. Obwohl man mittlerweile sogar mit dem öffentlichen Bus gut in den Süden der Insel kommt….am liebsten wären wir für immer dort geblieben.

Hier haben wir in dem Hotel 'les Chenets' 3* gewohnt und ein sehr gutes Abendessen genossen. Die Zimmer waren klein, aber das Hotel an sich sehr sauber und empfehlenswert…vor allem diese Ruhe….wir sind so gut erholt aufgewacht am nächsten Morgen wie in keinem anderen Ort der Insel.

Nun ging es auch schon wieder zurück Richtung Baderegion in ein weiteres sehr persönlich geführtes Hotel: ‚Le Nautile 4*', in St.-Gilles-Les-Bains…in der Nähe des Lux direkt am Strand. Hier kommen alle Gäste gerne wieder ;-)
Das Wasser in der Lagune ist flach abfallend und wir sehen diverse bunte Fische, Seegurken und Krebse(Schnorchel/Flossen und Kajak können kostenlos ausgeliehen werden!). Das Abendessen findet in einem Pavillon im Freien statt und ist vorzüglich!
 
Ein paar Tage später kamen wir in den Genuss mit einem Ultraleichtflugzeug diesen Talkessel zu überfliegen….ein einmalig schönes und aufregendes Erlebnis, das vor Ort schon für ca. 60.- Euro gebucht werden kann! Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen ;-)
 
Zuvor sind wir noch in die Hauptstadt St.-Denis gefahren und bewunderten die Weihnachtsdekoration an den Bäumen bei 30 Grad!! Anschliessend ging die Fahrt zum  3. Talkessel(Salazie). Einer der höchsten Wasserfälle der Welt(‚Cascade Blanche' liegt auf der Strecke. Nach dem Mittagessen in ‚Hell Bourg'(Thermalbad) wo wir wieder ein leckeres Curry serviert bekamen(diesmal Hauptbestandteil Kürbis, der in dieser Region überall wächst!) konnten wir den Rest des Tages in der Lodge entspannen.

Die letzte Nacht unseres Aufenthaltes durften wir dann in meinem absoluten Traumhotel verbringen: Diana Dea Lodge 4*…ein Hotel mitten im Nix, wie eine afrikanische Lodge in der üppigen Vegetation umrandet von Wildgehegen(Hirsche/Rehe) gelegen. Von der Badewanne meines Zimmers konnte ich hinunter ins Tal bis zum Meer schauen ;-)…von dem Infinity-Pool und dem tollen Essen/Service ganz zu schweigen!

 
Am letzten Tag der Reise passieren wir die blühenden Litschibäume und dürfen uns sogar für den Eigenbedarf eindecken ;-) Litschis so gross wie Pfirsiche und so aromatisch.

Ein letztes Highlight ist dann die Fahrt entlang der Ostküste zum Dorf Ste.-Rose, hier befindet sich die Kirche ‚Notre Dame de Laves', an der sich der Lavastrom im Jahre 1977 teilte und somit zum Pilgerort wurde!

Nach einem letzten Stopp im Hotel 'Juliette Dodu' 3* in St.-Denis(kleine sehr persönliche Anlage) machen wir uns schweren Herzens am Abend auf den langen Rückweg ins eisige Deutschland.

Noch nie viel mir ein Abschied von einem Land/einer Insel so schwer. Auch wenn es nicht das klassische Pauschalreiseziel und einfach/günstig zu bereisen ist, will ich unbedingt ein 2. oder 3. Mal hin, da dieser Minikontinent einfach zu viel für nur einen einmaligen Aufenthalt bietet.


Bei Fragen oder Informationswünschen rund um diese beeindruckende französische Insel bin ich gerne als Ansprechpartnerin für Sie da.
 
 
 

 

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