MS Astor

Kreuzfahrtroute von Lissabon nach Bremerhaven

Inforeise:MS ASTOR - Die Höhepunkte Westeuropas - 

Am 12.05.1212 war es endlich soweit...die langersehnte Kreuzfahrt beginnt mit dem Eintreffen aller Teilnehmer/innen in Frankfurt am Flughafen.


Das Wetter in Lissabon hat sich mit gut 20 Grad perfekt auf unsere Reise eingestellt und nach 3 h Flug mit der Lufthansa(ein leckeres warmes Frühstück inklusive) sind wir gut gelaunt am 1. Etappenziel angekommen.
Da wir eine Stunde nach Landung schon mit der MS ASTOR ausgelaufen sind. So haben wir nur ein paar Landeindrücke während der kurzen Busfahrt Richtung Hafen von Lissabon mitnehmen können, aber nach dem einchecken auf dem Schiff haben wir die Highlights rund um die Stadt von Bord aus erleben dürfen.


Dann hieß es erstmal kurze Stärkung am Buffet des Übersee Clubs(kleines Buffet, aber sehr lecker) und dann Bezug der Kabine. Hier war ich ein wenig erschrocken(Größe/Einrichtung), da ich die riesigen komfortablen Außenkabinen der größeren Schiffe im Kopf hatte, aber das tat dem Wohlfühlcharakter keinen Abbruch. Sehr bequeme Betten und ein relativ großzügiges Bad. Das Publikum war zwar 60+, aber auch das war sehr angenehm und sehr familiär.
Sogar eine eigene Dialysestation im Hospital stand den Reisenden zur Verfügung. Also wirklich ein Schiff mit Rund um Versorgung für alle Altersklassen.
Nur unsere Lage der Kabine am Ende des Schiffs machte uns noch ein wenig Sorgen. Bei einem Seegang von mehr als Stärke 2-3 hatten wir schon manchmal zu kämpfen und traten die Flucht an Deck an.


Unser erster Stopp: Vigo.
Hier hatten wir nur 2 h Aufenthalt um die 'Ausflügler' von Bord zu lassen.....Gott sei Dank hatte ich mich noch breit schlagen lassen den Ganztagsausflug nach Santiago de Compostela an Bord zu buchen(95.-Euro fand ich doch recht viel, aber die Gegenleistung hierfür hat das allemal wett gemacht!). Also gingen wir mit von Bord und erlebten eine wunderschöne Überlandfahrt(Landschaftlich schon eher mit Skandinavien vergleichbar....sehr grün, tolle Buchten und das alles bei strahlendem Sonnenschein ;-)) durch Galizien, ein 4-Gänge Menü in einem 5* Hotel(Herrenhaus/ehemaliges Hospital) an der Kathedrale in Santiago d.C. und viele kulturelle Eindrücke rund um die Pilgermetropole. Abends kamen wir dann wieder pünktlich am nächsten Hafen in La Coruna an und gingen wieder an Bord.

Hier hatten wir wohl einiges 'verpasst'...bei Seegang 6-7 mussten unsere Mitreisenden auf dem Schiff verweilen, während wir bei gefühlten 30 Grad durch Santiago d.C. geschlendert sind...hier hat man es doch gut gemeint mit uns! Die 95.-Euro waren somit mehr als gut angelegt!
Nach einem gemeinsamen Abendessen unserer Gruppe im Walldorf Restaurant(hier wird das mehr gängige Abendessen serviert) haben wir noch den MS ASTOR Abend-Schoppen an Bord mitgenommen und anschließend La Coruna(Kristallstadt) bei Nacht erkundet. Viele kleine Tapas Bars und eine schöne Fußgängerzone zum Bummeln und relaxen. Hier konnte man verweilen ;-).

Den nächsten morgen hatten wir zur freien Verfügung und sind einmal rund um La Coruna gelaufen und dann natürlich erstmal bummeln und die Highlights der Stadt besichtigen(den Platz mit den vielen Balkonen/Stadtstrand/Herkules -röm. Leuchtturm aus dem 2. Jahrhundert-). Gegen Mittag hieß es dann wieder Leinen los und wir hatten den aufregendsten Part vor uns: Der sagenumwobene Golf von Biscaya.
Viele Mitreisende an Bord hatten ein wenig Bedenken vor der Route, da die Biscaya für einen ordentlichen Seegang bekannt ist. Also haben wir uns erstmal mit Pfeffer-Wodka auf das Schlimmste eingestellt, aber mit einem Seegang von 5-6 war es dann noch einigermaßen gut auszuhalten(für den größten Teil unserer Gruppe zumindest). Es flogen keine Teller durchs Restaurant, aber leicht grün um die Nase lagen wir die meiste Zeit gut in Decken eingewickelt an Deck und freuten uns auf den nächsten Hafen(der aber noch mehr als 24h auf sich warten ließ).
Aber auch an Bord wird einem nie langweilig. Der kleine Wellnessbereich mit Hallenbad und 2 Saunen lädt hier zum verweilen ein, oder die Einstimmung auf die nächsten Landausflüge bei Vorstellung der Programme durch geschulte Lektoren(mal mehr mal weniger enthusiastisch vorgetragen), Quiz Runden in der Captain's Bar und natürlich die Tea Time in der ASTOR Lounge. Das Highlight war allerdings der Frühschoppen an Deck mit Kreuzfahrtdirektorin Romana(die schönste Stimme an Bord ;-)) und dem Besten Bier der Welt: Das Freibier.
Unser Kapitän Oleg Paschenko(einigen noch bekannt aus der kürzlich ausgestrahlten Serie über die MS ASTOR im TV) und seine Crew ließen sich nicht lumpen mit jeden einzelnen der Passagiere(hier dann doch klar der Vorteil bei kleineren Schiffen mit knapp 600 Gästen an Bord!) anzustoßen und Romana unterlegte das alles wunderbar mit einem Medley bayerischer Stimmungshits und dem Trinkspruch: 'Urbi et Orbi, heut sauf I bis I zur bi'...so kann der Seetag weitergehen!!!


Der nächste Halt war Guernsey...die wunderschöne Kanalinsel erwartetet uns bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen...das war wohl den vorherigen Kreuzfahrtgästen verwehrt geblieben, da bei mehreren Reisen die MS ASTOR Gäste schon nicht von Bord durften auf Grund von Nebel oder hohem Seegang....auch hier war das Glück auf unserer Seite!!! Nicht auszudenken, wenn wir dieses Highlight der Reise verpasst hätten! 
Guernsey...ich komme ins Schwärmen...eine Insel zum verlieben. Raue Klippen unterbrochen durch feinsandige Badebuchten. Gesäumt von kleinen Ortschaften mit wunderschönen englischen Häuschen(hätte am liebsten jedes als Andenken fotografiert!) und der kleinsten und schönsten Kirche die ich je gesehen habe: Die 'Little Chapel'- die wohl kleinste Kirche der Welt. Über und über mit kleinen Porzellanstücken verziert...der Touristenmagnet!
Nachdem wir uns in allen Lebenslagen vor/in und um der Kirche auf Beweisfotos verewigt hatten, konnte es dann Richtung St. Peter Port/der Hafen-und Hauptstadt weitergehen. Hier wurden wir mal wieder nicht enttäuscht...toll zum einkaufen(Elektronik- und Fotoausrüstung, Schmuck und Parfums sind wegen der niedrigen Zollsätze günstig; hinzu kommen Weine, Spirituosen und Tabakwaren und natürlich der berühmte Guernsey-Pullover.).
Bei den frischesten und besten Fish&Chips(Portion für fast 2 bemessen zu 7.-Euro!) ließen wir die Eindrücke der gut 3-stündigen Inselrundfahrt Revue passieren und stimmten uns auf den individuellen Nachmittag auf der Insel ein. Nachdem wir den Victoria Tower erklommen sind um die besten Fotos vom Hafen und der umliegenden Landschaft machen zu können ging es endlich zum shoppen und Guinness trinken in die Stadt!

Danach hieß es dann Abschied nehmen, aber eins steht für mich jetzt schon fest: Guernsey ich komme wieder, so schnell wie möglich!!!!

 
Jetzt lagen fast 2 Tage an Bord vor uns, die wir durch den Ärmelkanal auf dem Weg nach Zeebrügge in Kauf nehmen mussten. Auch hier mit dem Hintergedanken, diese mehr an Deck als auf der Kabine verbringen zu müssen. Ich war mittlerweile ganz gut geeicht, was den Seegang betrifft...aber der erwartet hohe Seegang('die Welle') ließ hier auf sich warten...wenn Engel reisen ;-).
So konnten wir die Seetage genießen und stimmten uns bei 2 Abenden in den Spezialitäten Restaurants(ohne Aufpreis...die muss man ausprobieren!) auf den letzten Höhepunkt der Fahrt ein: Zeebrügge wir kommen.

 
Bei Einlauf in den Hafen wollte ich nur noch zurück nach Guernsey...das komplette Kontrastprogramm zu der tollen Insel: Industriehafen/grau in grau...aber wir wollten uns die Freude auf den Landausflug nach Gent nicht nehmen lassen. 

In Gent wurden all meine Erwartungen übertroffen. Ein wunderschönes Städtchen, durchzogen von Kanälen(ähnlich Amsterdam) und einer imposanten Kathedrale und mittelalterlichen Burg auf kleinsten Platz alles zu Fuß erkundbar! Hier hätte ich mich noch ein wenig verweilen können...leider waren die Geschäfte wegen des Feiertags geschlossen, aber die von uns besichtigte Schokoladenmanufaktur mit Verkostung und Vorführung hat den Tag vollkommen gemacht. Hier wurde dann ausgiebig geshoppt und schon ging es wieder nach Hause: an Bord der MS ASTOR.

 
Mit gemischten Gefühlen verliesen wir Belgien in Richtung Deutschland und ließen uns ein letztes Mal so richtig beim Captain's Dinner verwöhnen. Der Nachtisch wurde stilecht mit Wunderkerzen-Parade durch das Restaurant Traumschiff-like präsentiert und ließ geschmacklich keine Wünsche offen!

Den Abend haben wir in der ASTOR Lounge ausklingen lassen und durften nach der Abschiedsshow nochmal teilhaben an einem Geburtstagsständchen für eine 100-jährige Kreuzfahrtliebhaberin....ach wenn das Leben auch bei uns so mitspielt kann ja nix mehr schief gehen.

Also auf zur abschließenden Etappe Richtung Bremerhaven und dann nur noch die Bahnrückreise nach Hause antreten....ach schön war's....und als Souvenir blieb mir noch 2 Tage akutes 'Schwanken'... ;-)


Mein Fazit der Reise:

MS ASTOR -höchst persönlich-

... ich habe mich rundum wohl gefühlt und werde mit absoluter Sicherheit zu einem der Wiederholungstäter an Bord zählen!!!

Schiff ahoi, Angelika Wilhelm

 

 

 

 

 

 


 


 

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